Automatische Belüftungssteuerung für Getreide 

Die automatische Getreidebelüftung ist effizienter, da sie sich nach dem Temperaturunterschied zwischen der Außentemperatur und der Innentemperatur der Silos und Flachlager richtet. Dadurch läuft die Belüftung nur bei Bedarf, was im Vergleich zur manuellen Belüftungssteuerung eine kontrolliertere und präzisere Methode darstellt. 

Der Betrieb von Ventilatoren ohne Berücksichtigung der Lagerbedingungen birgt erhebliche Risiken für die Lagerung.

So funktioniert die automatische Belüftungssteuerung für Getreide

Die automatische Belüftung kombiniert eine kontinuierliche Überwachung der Korn- und Umgebungstemperatur mit einer präzisen Lüftersteuerung. Das Quanturi macht manuelle Kontrollen überflüssig, indem es eine intelligente Belüftungssteuerung mit kontinuierlichen Temperaturdaten integriert und so eine Fernverwaltung und fundierte Entscheidungen ermöglicht. Dies verbessert die Getreidequalität und reduziert gleichzeitig den Arbeitsaufwand und das Betriebsrisiko.

Warum es wichtig ist, in Getreidelagern eine Belüftung durchzuführen

Verhinderung des Insektenbefalls in Getreidelagern

Automatisierte Belüftungssteuerungssysteme tragen dazu bei, Verluste nach der Ernte durch Insekten zu verhindern. Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft (DAFF) in Queensland hat festgestellt, dass mit Hilfe von Belüftungssteuerungen in Getreidelagern eine optimale Temperatur erreicht werden kann, die dazu beiträgt, die Getreidequalität zu erhalten und die Entwicklung von Insekten zu verhindern.

 

Laut einer Studie der Grains Research & Development Corporation (GRDC) hören die meisten Lagerungsschädlinge bei Temperaturen unter 18–20 °C (64–68 °F) auf, sich weiterzuentwickeln. Bei wärmeren Temperaturen von 30–35 °C (86–95 °F) durchlaufen Insekten ihren Lebenszyklus (Ei, Larve, Puppe, erwachsenes Tier) in etwa vier Wochen, was zu einem raschen Bevölkerungswachstum führt. Bei kühleren Temperaturen von 20–23 °C (68–73 °F) verlangsamt sich die Entwicklung der Insekten jedoch erheblich, wodurch sich der Lebenszyklus auf 12–17 Wochen verlängert.

Belüftung, Trocknung und Kühlung unterstützen die Temperaturregelung

Getreidesaatgut ist von Natur aus ein wirksamer Isolator und kann seine Erntetemperatur sehr lange halten. In einem Getreidelager kann es viele kleine heiße Stellen geben. Beispielsweise erfordern 100 Tonnen Getreide ein Silo mit einem Volumen von etwa 130 Kubikmetern, davon 80 Kubikmeter für Getreide und 50 Kubikmeter für Luftraum. Das sind etwa 38 % der gesamten Lagerkapazität der Grains Research & Development Corporation.

Deutliche Senkung des Energieverbrauchs

Durch den Einsatz einer automatisierten Lüftungssteuerung oder die Überwachung der Lagertemperatur zur Steuerung der Belüftung lassen sich etwa 10 bis 15 % der Energiekosten einsparen. Solche Systeme optimieren die Lüftungspläne, indem sie die Ventilatoren nur dann laufen lassen, wenn sie zum Trocknen oder Kühlen benötigt werden, und den Betrieb während der Spitzenstromzeiten, in denen die Tarife am höchsten sind, vermeiden.

Wie man Getreidelager mit automatisierten Belüftungssteuerungssystemen belüftet

Das Quanturi überwachungssystem automatisiert die Belüftung mithilfe der Tango M-Multisensorsonden, die drahtlos sowohl die Umgebungstemperatur als auch die Temperatur des Getreidebetts in verschiedenen Tiefen messen. Das System ist mit einer Softwareanwendung verbunden, sodass Benutzer die Bedingungen überwachen und Belüftungsregeln einfach und ohne arbeitsintensive manuelle Eingriffe festlegen können. Der Ventilator läuft entsprechend Ihren Bedingungen und nur bei Bedarf.   

Überlegungen zum Luftstrom für eine effektive Silo-Belüftung

Bei Silos mit einer Kapazität von etwa 100 Tonnen kann eine effektive Belüftung mit Luftdurchsatzraten von 2–3 Litern pro Sekunde und Tonne erreicht werden. Dieser Luftstrom kann durch einen Elektromotor mit einer Nennleistung von etwa 0,37 Kilowatt (0,5 PS) erzeugt werden. Die Grain Research and Development Corporation empfiehlt Luftdurchflussraten von 2–4 Litern pro Sekunde und Tonne für die Kühlung und deutlich höhere Raten von 15–25 Litern pro Sekunde und Tonne, wenn eine Trocknung erforderlich ist.

Die Kühlung und Trocknung von Getreide dient verschiedenen Zwecken. 

Getreidebelüftungssysteme sind in der Regel für eine Hauptfunktion ausgelegt: entweder Kühlung oder Trocknung. Bei beiden Prozessen wird Luft durch das gelagerte Getreide geleitet, jedoch unterscheiden sich die Luftdurchsatzraten und die Anforderungen an die Ausrüstung erheblich. Der Versuch, ein System für beide Aufgaben zu verwenden, kann zu Ineffizienzen führen und das Risiko von Qualitätsproblemen beim Getreide erhöhen.

Wann sollte Getreide zur Kühlung belüftet werden?

Die Belüftungskühlung ist besonders während des ersten Lagerzyklus wirksam, insbesondere wenn das Getreide mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 15,5 % und einer Temperatur von etwa 30 °C geerntet wird. Nach der Einlagerung kann die Getreidetemperatur schnell ansteigen und innerhalb weniger Stunden bis zu 40 °C erreichen. Die Belüftungskühlung senkt die Temperatur auf etwa 20 °C und trägt dazu bei, die Getreidetemperaturen im November zwischen 17 und 24 °C zu halten.

Wie man Getreide mit optimaler Luftströmungsgeschwindigkeit kühlt

Die Belüftungskühlung erfordert relativ geringe Luftdurchsätze, typischerweise etwa 2 bis 3 Liter pro Sekunde und Tonne. Diese Systeme werden in der Regel von kleinen Elektromotoren mit einer Leistung von etwa 0,37 Kilowatt (0,5 PS) angetrieben. Unter geeigneten Bedingungen trägt die Kühlbelüftung dazu bei, die Getreidetemperatur zu senken und auf einem sicheren Niveau zu halten, wodurch die Insektenaktivität reduziert und die Getreidequalität erhalten bleibt.

Das Risiko der Verwendung von Hochleistungsventilatoren zur Kühlung

Hochleistungsventilatoren sind zwar zum Trocknen effektiv, können jedoch bei der Kühlung Risiken bergen. Wenn diese Ventilatoren bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 85 Prozent betrieben werden, kann dem Getreide schnell Feuchtigkeit zugeführt werden, anstatt diese zu entfernen. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die Ventilatorleistung zu kennen und die Wetterbedingungen zu überwachen, bevor Belüftungssysteme in Betrieb genommen werden.

Wann sollte Getreidelager zur Trocknung belüftet werden?

Wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Getreides den empfohlenen Wert überschreitet, muss es durch Belüftung oder andere Trocknungstechniken getrocknet werden. Andernfalls kann es zu Schimmelbildung und Qualitätsverlust kommen, wodurch der Nährwert gemindert und die Keimfähigkeit für die nächste Ernte beeinträchtigt wird.

Wie man Getreide mit optimaler Luftströmungsgeschwindigkeit trocknet

Das Trocknen von Getreide erfordert im Allgemeinen einen viel höheren Luftdurchsatz zwischen 15 und 25 Litern pro Sekunde und Tonne. Um dies zu erreichen, werden Ventilatoren in der Regel von größeren Motoren mit einer Leistung von etwa 7 Kilowatt (10 PS) angetrieben. Der höhere Luftdurchsatz ist notwendig, um die Trocknungsfront durch den gesamten Getreidehaufen zu drücken und überschüssige Feuchtigkeit effizient zu entfernen.

Das Risiko der Verwendung von Ventilatoren mit geringer Kapazität zum Trocknen

Ventilatoren mit geringer Kapazität können die Trocknungsfront nicht schnell genug durch das Getreide bewegen. Infolgedessen kann das Getreide in den oberen Schichten des Lagers zu lange feucht bleiben, wodurch ideale Bedingungen für Schimmelbildung entstehen. Dies kann zu Verderb, Qualitätsminderungen und potenziellen finanziellen Verlusten führen.

Workaround, wenn Ihr Lager nur über Trocknungsventilatoren verfügt

Bei Lagern, die nur mit leistungsstarken Trocknungsventilatoren ausgestattet sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, eine sichere Kühlung zu erreichen. Dazu gehören die Reduzierung der Laufzeit der Ventilatoren, die Installation eines kleineren Ventilators speziell für die Kühlung, die Begrenzung des Luftstroms durch eine Verengung des Ventilatoreinlasses oder der Einbau eines Frequenzumrichters zur Reduzierung der Ventilatorendrehzahl. Jede dieser Optionen trägt dazu bei, das Risiko der Feuchtigkeitsaufnahme während der Kühlung zu minimieren. 

Anpassung der Belüftungssysteme an Ihre Lagerungsziele

Die Wahl des richtigen Belüftungssystems hängt davon ab, ob das primäre Ziel die Kühlung oder die Trocknung ist. Systeme, die für die Kühlung ausgelegt sind, sind energieeffizient und ideal für das Temperaturmanagement, während Trocknungssysteme leistungsstärker sind, aber eine sorgfältige Bedienung erfordern. Die Abstimmung der Ausrüstung auf das gewünschte Lagerungsergebnis ist für die Erhaltung der Getreidequalität von entscheidender Bedeutung.

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